Musik zum mehr Mensch-Sein

das ist die Mission der Pianistin und Ordensfrau Joanna Jimin Lee.

Foto: Manu Nitsch

Ihre Berufung zur Musik fand Joanna Jimin Lee mit 14 Jahren nach einem Konzertauftritt mit dem Seoul Symphony Orchestra. Während des Studiums bei Ekaterina Mourina in St. Petersburg hatte sie als 16-jährige ihren ersten internationalen Erfolg beim Chopin-Wettbewerb in Darmstadt.

In der folgenden Studienzeit bei Wolfgang Watzinger in Wien und bei Hans Leygraf in Salzburg war sie immer wieder Preisträgerin bei international angesehenen Wettbewerben wie in Porto, Zaragoza, Genf u.a. In Wien gewann sie v.a. den Bösendorfer-Wettbewerb im Jahr 2000.

Nach dem Studium am Mozarteum schloss sie auch das Kammermusikstudium bei Avedis Kouyoumdjian in Wien mit Auszeichnung ab. Postgradual studierte sie bei Stefan Arnold in Wien, außerdem besuchte sie Meisterkurse von Claus-Christian Schuster, Klaus Hellwig, Pierre-Laurent Aimard u.v.a. Für ihr Musizieren ganz wesentlichen Impuls erhielt Joanna Jimin Lee von György Kurtág.

Während ihrer Tätigkeit als Professorin der Ewha Womans University in Seoul entdeckte sie ihre Berufung zur Ordensfrau wieder – ihren ersten Kindheitstraum bis in die Jugend. Während ihre CD mit sämtlichen Chopin-Etüden [GENUIN] für den musikalischen Ausdruck jenseits der Fingerfertigkeit positives Echo fand, trat sie in die katholische Schwesterngemeinschaft Missionarinnen Christi“ ein.

Seit 2013 lebt Joanna Jimin Lee wieder in Wien, arbeitet für Musikstudierendenseelsorge im Auftrag der Erzdiözese Wien. Musikalische Akzente setzt sie auch in ihrer Arbeit im Quo vadis?“ – Begegnungsraum der Ordensgemeinschaften Österreich.

Pianistische Tätigkeit sieht ihr Orden nicht nur als Talent, sondern als „Mission“ von Joanna Jimin Lee.